Der Moscha an meiner
Seite. Wir durchlebten gemeinsam für ein halbes Jahr die
Obdachlosigkeit. Wir waren viele mit einem tiefem Freiheitsdrang.
Wir sahen die Welt vielleicht durch bunte Augen und wehrten uns
gegen das Unrecht unter den Menschen, die sich quälen, hadern und
zweifeln. Unsere Gespräche waren innig, ehrlich und aufrecht. Von
den vielen sind nicht mehr viel geblieben. Fast scheint es mir,
dass ich zurückgeblieben bin. Doch bewahre ich mir die
Erinnerungen.
Ich träume
Mein Lachen ist geschmolzen
auf dem kalten Bergmassiv der Zeit.
Ich gehe mit
eiliigem Schritt durch Höhlengänge.
Mein Schrei erklingt in Sehnsucht erfüllt
mit tränenerstickter Stimme.
Mein wundes Auge
erblickt die Freunde von einst
die nicht mehr sind.
Denkmal wo wir einst saßen
der Welt so nah.
So nah entriss man uns das Leben.
Abschied soll nicht heißen
dass sie verschollen sind.
In meinem geschundenen Herzen
bewahre ich mir ihr kurzes Leben.
Dort vernehme ich heute noch
Ihr Lachen, ihre Wut,
Ihr Schweigen, ihre Freude, ihren Weg.
Ihr kurzes Leben.
Und bin erfüllt von Dankbarkeit.
Ich war an ihrer Seite.
Mach et jut Moscha. R.I.P. 29.01.2010
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